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NLP Glossar

Amnesie
Amnesie bedeutet, dass eine Person keinen bewussten Zugang zu bestimmten Erfahrungen oder Informationen hat. Sie werden als vergessen erlebt.

Analog
Ein Kriterium der Submodalitäten. Analoge Submodalitäten haben fließende, stufenlose Übergange. Beispielsweise ist der Übergang von hell zu dunkel in einem Bild fließend. (siehe auch „Digital“)

Anästhesie
Durch Hypnose oder Anästhetika herbeigeführte Empfindungslosigkeit bestimmter Körperregionen. Relevantes Verfahren zur Schmerzunempfindlichkeit bei z.B. Operationen.

Anker
Ein Anker verbindet absichtlich einen äußeren Reiz mit einem inneren Zustand. Der äußere Reiz wird als Auslöser für einen bestimmten Zustand genutzt.

Anker-Grundformen
a)einfache Anker
An einen Reiz ist eine bestimmte Reaktion geankert.
b)gestapelte Anker
Nacheinander werden mehrere Reaktionen an einen Auslöser geankert.
c)Ankerketten
Unterschiedliche einfache Anker, welche dann selbst zum Auslöser für weitere Anker werden.
d)Anker verschmelzen
Zwei einfache Anker werden gleichzeitig ausgelöst.

Augenzugangshinweise
Zuordnung der Augenbewegungen zu den verwendeten Sinneskanälen beim Denken.
Die neuronale Korrespondenz zwischen der sinnlichen Repräsentation und der Augenstellung.

Assoziiert
Unter assoziiert versteht man das Erleben einer Situation und der damit verbundenen inneren Zustände aus der eigenen Perspektive heraus. Assoziiert sein bedeutet, im persönlichen Erleben voll verbunden zu sein. Wir können mit etwas oder jemandem assoziiert sein: mit uns selbst, einer geliebten Person oder einer bestimmten Sichtweise.
(siehe auch dissoziiert)

Backtracking
Backtracking bedeutet das Zurückgehen auf dem gleichen Weg. Es ist eine Technik des Spiegelns, wobei im Gespräch verbale und nonverbale Informationen an den Gesprächspartner zurückgegeben werden. Gesprächsinhalte werden wörtlich wiederholt oder zusammengefasst, wobei Schlüsselworte der anderen Person wieder verwendet werden.

Change History
NLP-Format mit dem vergangene Erfahrungen, die noch immer Auslöser für unangenehme und unangemessene Reaktionen sind, aufgelöst werden. Dabei wird die negative Situation geankert und ein Ressourcenanker gesetzt, anschließend werden beide Anker verschmolzen. Wesentlich ist hierbei die Prozessinduktion, die stark hypnotische Wirkelemente beinhaltet.

Chunk
Chunks sind Datenkategorien und Ordnungsgrößen. Der Begriff bezieht sich auf die Elemente, die eine bestimmte Gruppe beinhaltet.

Chunking
Der Wechsel von einer Kategorie zu einer anderen. Unterschieden wird zwischen Chunk up – in eine größere, höhere Kategorie wechseln; Chunk lateral – in eine gleiche, benachbarte Kategorie wechseln; Chunk down – in eine kleinere, untergeordnete Kategorie wechseln.

Digital
Kriterium der Submodalitäten. Digitale Submodaltäten sind entweder-oder Merkmale. Ein Bild ist entweder farbig oder schwarz-weiß. (siehe auch „Analog“)

Direktiv
Durch bestimmende Sprache wird eine Person zu einem bestimmten Verhalten aufgefordert, befehlsartige Ausdrucksweise (z.B. „komm jetzt zur Ruhe“). Komplementär zur permissiven Sprache.

Dissoziiert
Dissoziiert bedeutet getrennt sein vom eigenen Erleben. Man ist mental, physisch und emotional nicht am eigenen Erleben beteiligt und betrachtet es wie ein neutraler Beobachter. (siehe auch assoziiert)

Fast Phobia
NLP-Format zum Auflösen von Phobien, welches auf der Annahme basiert, dass Phobien eine erlernte Reiz-Reaktion-Kopplung sind. Entscheidendes Wirkelement ist hierbei, das sehr schnelle „Rückwärts-Erleben“ einer phobischen Situation.

Future Pace
Future Pace bedeutet ‚einen Schritt in die Zukunft gehen. Der Begriff wird verwandt für eine Fragetechnik, bei der die Zukunft antizipiert wird. Veränderungsziele werden imaginativ in die Zukunft übertragen, um zu erkunden, ob die Veränderung für den Klienten angemessen und in allen Aspekten erwünscht ist. Im NLP wird der Future Pace immer am Ende eines Veränderungsprozesses eingesetzt.

Generative Sprachgestaltungsprozesse
Die drei übergeordneten Kategorien der Meta-Modell-Verletzungen:
Tilgung, Verzerrung, Generalisierung. Sie wirken einerseits wie Wahrnehmungsfilter, andererseits ermöglichen Sie sinnliches Erfahrung sprachlich zu fassen.

Generalisierung
Von einem spezifischen Erleben, einer Sache oder Person werden Regeln abgeleitet und somit Kategorien gebildet. Es wird eine verallgemeinernde Aussage getroffen.

Hypnose
Die Technik die benutzt wird, um jemanden in Trance zu führen und zu begleiten.

In-Time
Die Gegenwart der Zeitlinie befindet sich im Körper, während die Vergangenheit hinter einem liegt und sich die Zukunft vor einem befindet. Dieser Typus von Zeitcodierung ist vorrangig in südlichen Ländern vertreten.

Kalibrieren
Kalibrieren bedeutet eichen und einstellen. Eine Feinabstimmung auf die Physiologie und die verbalen und nonverbalen Prozesse eines Menschen.

Leading
Leading bedeutet Führung und beschreibt das Führen von anderen Menschen.
Pacing und Leading als Prozess beschrieben bedeutet, mit jemandem mitgehen und dann führen.

Levitation
Ein Verfahren der Hypnose, bei dem ein oder zwei Arme / Beine, ohne direkte körperliche Einwirkung zum Schweben gebracht werden. Der Proband erlebt seine Köperglieder in diesem Prozess als autonom.

Logische Ebenen
Die logischen Ebenen sind ein Modell von Robert Dilts, welches menschliches Erleben der Welt in 6 Kategorien (Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Werte / Glaubensätze, Identität, Sinn / Spiritualität) einteilt, die voneinander abhängen und hierarchisch strukturiert sind.

Katalepsie
Die völlige Starrheit des Körpers oder bestimmter Körperteile. In Katalepsie wird der Körper als autonom erlebt und unnatürliche Körperhaltungen können über lange Zeit aufrecht erhalten werden. Katalepsie wird meist passiv, kann aber auch aktiv eingenommen werden.

Moment of Excellence
NLP-Format in dem ein intensiver einfacher kinästhetischer Anker für eine Ressource gesetzt wird.

Meta-Modell der Sprache
Das Meta-Modell beschreibt die Wirkung und Funktion von Worten und Syntax in der Sprache.
Es zeigt, wie Sprache Wirklichkeiten konstruiert. Das Meta-Modell dient als Interview-Methode um
Informationen zu sammeln, Beschreibungen zu hinterfragen und lösungsorientiert zu
kommunizieren.

Meta-Modell-Verletzungen
Die Meta-Modell-Verletzungen ordnen Fehlgeformtheiten der Oberflächenstruktur der Sprache in verschiedene Muster ein. Mit den Meta-Modell-Fragen lassen sich diese Verletzungen rückgängig machen.

Metapher
Vom gr. Meta „hinüber“ und phero „tragen“; eine Metapher transferiert einen Sachverhalt in einen anderen Kontext oder stellt einen Vergleich an (z.B. Geschichte, Märchen, Fabel, Witz etc.).

Milton-Modell
1974 von Bandler und Grinder entwickelte Zusammenfassung und Überblick über die Sprachmuster Milton Ericksons. Bewusst eingesetzte Meta-Modellverletzungen um beim Hörer Widerstand zu umgehen und Zustimmung zu erzeugen.

Neurologische Ebenen
Die Übertragung der hierarchischen Kategorien vom Modell der Logische Ebenen auf das menschliche Nervensystem.

Ökologie
Der Begriff Ökologie bezieht sich auf die systemischen Auswirkungen bei Veränderungsarbeit. Im NLP wird die Verbundenheit des Individuums mit (s)einem System berücksichtigt, daher werden mögliche Auswirkungen, die eine persönliche Zielerreichung auf Familie, Freunde, soziales Umfeld und Arbeit hat, mitbedacht.

Ökonomie
Die Kosten-Nutzen-Rechnung bei der Erreichung von Zielen im NLP. Was ist der Gewinn / Verlust.

Pacing
Pacing ist die Technik die benutzt wird um Rapport herzustellen. Übersetzt bedeutet „Pacing“: den Schritt eines Anderen übernehmen, mit ihm Schritt halten.
Techniken des Pacings sind: Spiegeln, Backtracking, Matching und Kalibrieren.

Permissiv
„erlaubend“; „bittend“. Sprachform, die den Hörer einlädt und bittet einer Aufforderung zu folgen. (z.B. „und wenn du möchtest, kannst du…“) Komplementär zur direktiven Sprache.

Progression
Ein Zustand oder Ereignis aus der Zukunft und das damit verbundene Erleben. Als ob man in der Zukunft wäre.

Rapport
Aus der Hypnose stammender Begriff, der das tiefe Vertrauen des Klienten zu seinem Hypnotiseur bezeichnet. Dieses Vertrauen beruht auf einem Gefühl der Verbundenheit der Gesprächspartner. Es ist eine qualitative Zustandsbeschreibung der Beziehungsebene.

Reiz-Reaktions-Kopplung
Beruht auf den Forschungen von Ivan Pawlow über den bedingten Reiz. Es handelt sich dabei um einen neurologischen Automatismus im Nervensystem zur Bildung von Assoziationen zwischen einem Reiz und einer Reaktion.

Repräsentationssysteme
Im NLP nennen wir die fünf einzelnen Sinne unserer Wahrnehmung Repräsentationssysteme und berücksichtigen die Modalitäten (Einschränkungen) unserer Wahrnehmung durch die Sinne.
Es werden bei der Verarbeitung äusserer Eindrücke 5 Sinne (siehe VAKOG) unterschieden und drei Funktionen.
Leitsystem / Zugangssystem: Der Sinneskanalmodus mit dem der erste Zugang zu einer Information / Erinnerung gesucht und wiedergegeben wird, die „Informationswiedergabe“.
Repräsentationssystem: Der Sinneskanalmodus, in dem der größte Teil externer Informationen aufgenommen wird und der vorwiegend benutzte Sinneskanalmodus, „Informationsaufnahme“.
Referenzsystem: Der Sinneskanalmodus, in dem eine Information hinsichtlich ihrer Richtigkeit geprüft wird, auch der „Informationsspeicher“. Der Test (die Informationsüberprüfung) findet meist im kinästhetischen oder auditiven Modus statt.

Regression
Ein Zurückgehen in der Zeit und ein damit verbundenes Erleben von Ereignissen aus der Vergangenheit.

Reorientierung
Technik der Hypnose, bei der der Klient aus der Trance zurück ins Wachbewusstsein geholt wird.

Ressourcen
Ressourcen sind Kraftquellen und Fähigkeiten welche in bestimmten Situationen besonders von nutzen sind. Internale Ressourcen können beispielsweise Ruhe, Kraft, Sicherheit, Kompetenz usw. sein. Externale Ressourcen können beispielsweise Personen, Gegenstände, Orte oder andere äußere Einfüße sein.

Separator
Der Separator wird im NLP benutzt um einen unterschiedlichen inneren Zustand zum vorhergehenden zu initiieren. Dies geschieht meistens mit einer neutralen Frage (wie etwa die Frühstücksfrage). Dabei wird der Proband durch den abrupten Kontextwechsel aus dem inneren Zustand herausgerissen.

Spiegeln
Eine Technik des Pacings. Hierunter versteht man ein Nachahmen auf verbaler, nonverbaler und averbaler Ebene.

Submodalitäten
Submodalitäten sind die kleinsten Unterschiede, die wir in einem Repräsentationssystem bilden können (z.B. hell, dunkel, laut, leise, warm, kalt etc.) Sie implizieren die Bewertung die wir einem Ereignis geben. Mit der Veränderung der Submodalitäten ändern sich auch Bewertung und Emotion einer Erinnerung.
Die Submodalitäten, bei denen die Veränderung der Parameter (z.B. von weit weg zu nah dran) die innere Repräsentation, Bewertung oder Emotion einer Erinnerung verändern, heißen „kritische Submodalitäten“.

Swish
NLP-Format zur Veränderung unliebsamer Gewohnheiten, Zwänge. Es werden 2 Bilder übereinander gezogen und ‚ausgetauscht’. Gehört zur Arbeit mit Submodalitäten.

Through-Time
Die Zeitlinie verläuft außerhalb des Körpers im Blickfeld und im Halbkreis vor einer Person. Links befindet sich die Vergangenheit, die Zukunft rechts. Dieser Typus von Zeitcodierung ist vorrangig im nördlichen Europa und den USA zu finden.

Tilgung
Auf dem Weg von der inneren Repräsentation zur sprachlichen Aussage werden Informationen weggelassen. Oder anders herum, bestimmte Reize erreichen das Bewusstsein nicht, weil wir sie nicht wahrnehmen können oder wollen.

Timeline
Die Timeline ist eine räumliche Metapher für die imaginierte Lebenslinie einer Person.

Trance
Veränderter Bewusstseinszustand. Äußeres wird ausgeblendet, die Aufmerksamkeit ist für innere Vorgänge erhöht und nach innen gerichtet.

Tranceanzeichen / Tranceindikatoren
Von außen ersichtliche, körperliche Phänomene, die anzeigen ob jemand in Trance ist. (z.B. Lidflattern; Glättung der Haut; Bewegungsunlust etc.)

Tranceinduktion
Beginn, Anfang einer Trance. Die Aufmerksamkeit des Zuhörers wird nach innen geführt, er wird in eine Trance „hineingeführt“ mittels verschiedener Technik.

Trancephänomene
Veränderungen im inneren Erleben im Trancezustand (z.B. Zeitverzerrung, sich weit entfernt fühlen, Halluzinationen etc.)

Transderivationale Suche
Nicht die Worte selbst haben eine Bedeutung, sondern die Bedeutung die wir ihnen geben.
Beim Zuhören werden Informationen, die nicht gegeben werden, ergänzt, um das Gesagte
zu verstehen. Dieser Auslegungsprozess wird Transderivationale Suche genannt.

Transformationsgrammatik
Entwickelt von Noam Chomsky. Die Transformationsgrammatik der Sprache beschreibt die
Strukturregeln, wie aus inneren Prozessen und Erfahrungen sprachliche Aussagen werden.
Von der Tiefen- zur Oberflächenstruktur.

Truismen
Binsenweisheiten, allgemeingültige Aussagen, denen jeder Zuhörer zustimmen wird. Relevante Technik für die Tranceinduktion.

Up-Time
Up-Time beschreibt einen Zustand, wo man mit der Aufmerksamkeit ganz im Hier und Jetzt ist.
Die Aufmerksamkeit ist nach außen orientiert.

Utilisieren
„benutzen“, „einsetzen“. Wichtig im Zusammenhang mit Symptomen und Problemen, welche als Teil und Schlüssel der Lösung behandelt werden und in die jeweilige Intervention mit einfließen (Utilisationsprinzip Ericksons)

Valenzen
Jeder Begriff enthält viele Informationen über seine Hintergründe und Herkunft. Eine Aussage
hat also mehr Informationen als benannt werden. Diese zusätzlichen Informationen werden
als Valenzen bezeichnet. Es können niemals alle Valenzen mitgeteilt werden.

VAKOG
Abkürzung für die 5 Sinneskanäle: Visuell (sehen), Auditiv (hören), Kinästhetisch (fühlen),
Olfaktorisch (riechen), Gustatorisch (schmecken)

Verzerrung
Wenn eine Aussage faktisch falsch, unlogisch ist, oder nicht überprüfbare Überzeugungen / Bedingungen voraussetzt. Oder anders herum, ein Vereinfachen und Ändern der eingehenden Information.

Wahrnehmungsposition
Wahrnehmungspositionen beschreiben verschiedene Perspektiven, aus denen wir die Welt wahrnehmen können. Im NLP wird klassischerweise von den 3 Wahrnehmungs-positionen gesprochen: 1.Postion / Ich-Position; 2. Position / Du-Position und 3. Position / Beobachter-Position.

Yes-Set
3 aufeinander folgende Aussagen, denen der Hörer zwangsläufig zustimmt und innerlich „ja“ sagt. Daran anschließend kann eine Suggestion gemacht werden, der der Hörer ebenfalls zustimmen wird.